Jedes Jahr bringen wir so viel Plastik in Umlauf, dass man kaum erwarten kann, dass es neutral gegenüber der natürlichen Umwelt ist. Einer der EU-Mechanismen, die darauf abzielen, die negativen Auswirkungen von Kunststoffen zu begrenzen, ist die SUP-Richtlinie. Welche Änderungen bringt es für die BDO mit sich und wer muss sich im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der neuen Vorschriften darin registrieren?
SUP-Richtlinie – welche Unternehmen müssen sich bei BDO registrieren?
Die im Jahr 2019 verabschiedete SUP-Richtlinie (Single-Use-Plastic) zielt darauf ab um die Entstehung von Plastikmüll zu reduzieren und die Kontrolle über die auf den Markt gebrachten Kunststoffprodukte zu erhöhen. Daher werden den Unternehmern zusätzliche Pflichten auferlegt. Einer von ihnen ist die Notwendigkeit, sich bei BDO zu registrieren – Datenbank zu Produkten, Verpackungen und Abfallmanagement – für eine andere Gruppe von Unternehmen.
Die Registrierungspflicht bei BDO wurde abgedeckt alle Wirtschaftsakteure, die an der Herstellung, Einfuhr oder dem Vertrieb von unter die Richtlinie fallenden Produkten beteiligt sind. Gemeint sind vor allem Unternehmen, die Einwegverpackungen aus Kunststoff auf den Markt bringen. Zu beachten ist außerdem, dass ab dem 1. Juli 2024 das Inverkehrbringen vieler Einwegprodukte verboten sein wird. Dies gilt für Kunststoffprodukte wie:
- Besteck,
- Platten,
- strohhalme,
- Ballonstäbe
- Getränkerührer,
- Lebensmittel- und Getränkebehälter,
- Flaschenverschlüsse,
- Wattestäbchen (ausgenommen solche, die für medizinische Zwecke bestimmt sind),
- sowie Produkte aus expandiertem Polystyrol (Styroporverpackungen).
Einwegkunststoffprodukte belasten die natürliche Umwelt erheblich. Kein Wunder, dass die EU sie besser überwachen will, danke Registrierung im BDO möglich. Darüber hinaus können in einzelnen Mitgliedsstaaten für die aufgeführten Produkte zusätzliche Beschränkungen, Meldepflichten und Gebühren gelten.
Aufgrund der weit verbreiteten Verwendung von Einwegkunststoffprodukten und Produkten aus expandiertem Polystyrol gilt für diese eine Registrierungspflicht bei BDO Unternehmer aus verschiedenen Branchen. Es umfasst unter anderem: Besitzer von Restaurants, Cafés, Bars, Catering- und Verkaufsstellen, die im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Kunststoffverpackungen verwenden.
Wichtig sind die Bestimmungen der SUP-Richtlinie sind nicht gültig für Einwegkunststoffprodukte, für die es keine Alternativen gibt oder die einen einmaligen Verwendungszweck haben. Hierzu zählen beispielsweise medizinische Geräte.
SUP- und BDO-Richtlinie – welche Pflichten haben Unternehmer?
Sama Eine Registrierung im BDO reicht nicht ausdass ein Unternehmen, das Einwegkunststoffprodukte und Produkte aus expandiertem Polystyrol herstellt, importiert oder vertreibt, im Einklang mit geltendem Recht handelt. Was muss ein Unternehmer sonst noch beachten?
- SUP-Bericht. Unternehmen, die unter die SUP-Richtlinie fallen, sind verpflichtet, BDO jährlich Berichte über die Mengen der gekauften und in Verkehr gebrachten Kunststoffprodukte vorzulegen. Dies soll ihre Überwachung und Auswirkungen auf die natürliche Umwelt erleichtern. Es wird auch zur Durchsetzung von Produktgebühren verwendet.
- Produktgebühr. Ein Unternehmer, der Einwegkunststoffprodukte und Produkte aus expandiertem Polystyrol herstellt, importiert oder vertreibt, muss eine Produktgebühr zahlen. Sie wird auf Grundlage der im SUP-Bericht enthaltenen Informationen berechnet und hat kompensatorischen Charakter – sie soll die Schäden abdecken, die die genannten Produkte in der Umwelt verursachen.
- Alternative Verpackung. Ab dem 1. Juli 2024 müssen Unternehmen, die unter die Bestimmungen der SUP-Richtlinie fallen, Endkunden Alternativen zu Kunststoffprodukten anbieten, beispielsweise Mehrwegverpackungen oder Produkte aus Papier, Zellstoff oder Holz.
- Anbringen eines Verschlusses an einem Getränk. Ab dem 1. Juli 2024 müssen Unternehmer, die Getränke herstellen, daran denken, Verschlüsse an Flaschen und Verpackungen anzubringen.
Die SUP-Richtlinie erlegt Unternehmern zahlreiche Pflichten auf, daher erfolgt ihre Umsetzung schrittweise. Zu den wichtigsten Änderungen gehören: die Notwendigkeit, sich bei BDO zu registrieren, Einreichung von SUP-Berichten über die SUP-Datenbank und Zahlung der Produktgebühr. Dies soll dazu beitragen, die Menge an Plastikmüll zu reduzieren, der auf den Markt gelangt und später die Umwelt belastet.
Sie wissen nicht, ob Ihr Unternehmen unter die SUP-Richtlinie fällt? Kontaktieren Sie uns und wir werden Ihre Zweifel zerstreuen.




